Aktueller Arbeitsmarkt Beitragsbild

Wie überzeugt man potenzielle Bewerber von sich als Arbeitgeber?

Wie Sie potenzielle Bewerber für Ihr Unternehmen begeistern

Haben Sie´s gewusst? Nur die wenigsten Arbeitnehmer sind gezielt auf der Suche nach einem neuen Job. Es ergibt sich eigentlich eher zufällig. Das heißt für Sie: Sie müssen als Arbeitgeber die Initiative ergreifen, Flagge zeigen, Ihr Unternehmen ins Spiel bringen. Wie das genau geht, lesen Sie hier.

Der Aufbau einer überzeugenden Arbeitgebermarke ist vielschichtig. Tatsächlich gibt es da auch keinen klaren Fahrplan, an den man sich halten kann – und dann ist der oder die Bewerber*in überzeugt. Vielmehr muss die gesamte Reise – die sog. Candidate Journey – überzeugend sein. Wo diese beginnt, ist leider auch nicht immer klar zu beantworten.

Eines ist jedoch sicher: Je professioneller, moderner und attraktiver Sie sich (überall) darstellen, umso überzeugender wirken Sie als Arbeitgeber auf potenzielle Bewerber.

Sie sollten dabei folgendes wissen: nur die Wenigsten sind tatsächlich aktiv auf der Suche nach einem neuen Job.
Sie müssen daher als Arbeitgeber selbst die Initiative ergreifen.

Eisberg Modell

Wir sind davon überzeugt, dass es die Fachkräfte da draußen durchaus gibt, man muss sie nur auf die Idee bringen, dass es woanders durchaus besser sein könnte und Sie als Unternehmen deutlich besser zu dem Arbeitnehmer passen, wie ggf. der bisherige Arbeitgeber.

Also los, worauf warten Sie noch?

Hier also ein paar Punkte, die auf dieser Reise durchaus entscheidend sein können, die Kandidaten aus seiner Komfortzone zu bewegen.

1. Ihre Bewertung bei Google

Wirklich? Nicht die Website? Meistens tatsächlich nicht. Bewerber hören vielleicht von einem Bekannten, dass dieses Unternehmen einen Job bietet und suchen zuerst einmal nach der Website. Der Weg geht also erstmal über die Suche bei Google. Sie finden wahrscheinlich zuerst den Google MyBusiness Eintrag der Firma.
Sofern dieser nur mit einem Stern bewertet ist, kann die Reise schon gleich vorbei sein. Das Interesse ist also im Keim der Euphorie erstickt.

2. Ihre Website

Bewerber verhalten sich in der Regel erstmal ziemlich still und informieren sich anonym über ihren künftigen Arbeitgeber. Dabei ist natürlich Ihre Website eines der wichtigsten Elemente bei der Überzeugung von Bewerbern. Sie ist die Visitenkarte Ihres Unternehmens.

Zeigen Sie also bereits auf der Startseite, dass Sie auf der Suche nach Verstärkung sind. Zeigen Sie den Bewerbern wer Sie sind, was Sie als Arbeitgeber ausmacht und wer die Kollegen sind. Versuchen Sie dabei so authentisch wie möglich zu sein – natürlich auf eine professionelle Art und Weise.

3. Die Karriere-Seite

Am besten eignet sich eine eigens eingerichtete „Karriere-Seite“ – ein Bereich, in dem Sie sowohl die Benefits rund um Sie als Arbeitgeber darstellen, was Sie als Unternehmen von anderen unterscheidet – und dabei geht es nicht um das übliche BlaBla… Das, was Sie wirklich unterscheidet, sind Ihre Mitarbeiter, deren ehrliche Meinungen, die Stimmung, die Kultur, die Werte … Ja, auch das gilt es zu entwickeln, um als Arbeitgeber wirklich attraktiv zu sein. Es kommt also ziemlich viel zusammen, was auf einer Website so alles abgebildet werden müsste, sodass Sie für einen Bewerber gegebenenfalls attraktiv wirken.

Doch das ist noch lange nicht alles.

4. Ihr Social Media Auftritt

Einfach nur ein Profil bei Facebook, Instagram oder LinkedIn zu haben, heißt noch lange nicht, dass Sie auch wirklich präsent und attraktiv sind. Social Media bedeutet permanente Pflege – und das mit Sinn und Verstand. Es sollte professionell rüberkommen, gerne etwas lebendiger, wie Ihr Bild, welches Sie auf der Website von sich zeichnen. Nutzen Sie Social Media doch einfach – wenn Sie es nicht als Kundenakquisitionskanal nutzen – als Kanal, um sich selbst als lebendigen Arbeitgeber darzustellen. Wer sind Sie? Wer arbeitet bei Ihnen? Was macht der oder diejenige? Erklären Sie Ihre Arbeit und machen Sie sich so greifbarer für Ihre Bewerber – und Ihre Kunden. Denn auch die wollen Sie besser kennenlernen. So entsteht Nähe und Vertrauen. Probieren Sie es einfach aus.

Durch zusätzlich geschaltete Werbeanzeigen auf Social Media schaffen Sie Reichweite für Ihre Inhalte und können die oben genannten Kandidaten aus der Komfortzone bewegen, sie auf neue Ideen bringen, Sie inspirieren, was Sie doch für ein toller Arbeitgeber sind.

Präsentieren Sie Ihre Jobangebote auch unbedingt unter der eigenen “Job-Kategorie” von beispielsweise Facebook oder LinkedIn. Gerade bei LinkedIn werden anderen Nutzern Jobs der passenden Branche und/oder Region automatisch angezeigt.

5. Die Form Ihrer Stellenanzeigen

Die meisten Unternehmen glauben, nur weil der Job auf der Website steht, kommen die Bewerbungen schon von selbst. Es ist nicht ganz so, glauben Sie mir.

Denn auch hier gilt: schreiben Sie genug rein – nicht die üblichen Floskeln, sondern etwas Individuelleres – mit Begeisterung und Leidenschaft, sodass es auch Spaß macht, sie zu lesen. Nur dann werden Sie Erfolg haben.

Nutzen Sie auch andere Formate, wie z.B. Videostellenanzeigen, die sich dann auch prima auf der Website oder YouTube einbinden lassen und so viel rüberbringen, wie es Text nicht annähernd könnte.

Schaffen Sie kurze Wege für die Bewerbung. Bieten Sie ein kurzes Formular auf der Website an, gegebenenfalls die Kontaktmöglichkeit per WhatsApp oder ermöglichen Sie eine Bewerbung mit einem kurzen Selfie-Video.

6. Die Präsenz Ihrer Stellenanzeigen

Neben Text und Form ist mittlerweile ganz entscheidend, ob die Stellenanzeige richtig vertagt ist, also eine bestimmte Norm erfüllt, damit sie die Suchmaschinen – insbesondere Google – findet. Google hat hierfür den Dienst „Google for Jobs“ in seine Suchmaschine integriert. Dieser Dienst sucht explizit nach diesen vertagten Stellenanzeigen und listet einem Bewerber diese auch innerhalb von Sekunden auf der ersten Seite von Google auf.

Erfreulicherweise finden sich diese Stellenanzeigen meistens relativ bald als kostenfreier Eintrag in einschlägigen Stellenbörsen wie Stepstone und Monster. Sie erhalten also nur durch die technisch einwandfreie Aufmachung eine größere Aufmerksamkeit.

7. Bewertung bei Kununu

Bewertungen spielen mittlerweile eine sehr große Rolle bei der Überzeugung von Personen. Diese glauben natürlich anderen (echten) Personen und bauen auf deren Erfahrung. Auf Kununu.com (ein Unternehmen von XING) bewerten Arbeitnehmer ihren Arbeitgeber. Komplett anonym. Wahrscheinlich machen das insbesondere ehemalige Arbeitnehmer, die ihrem alten Arbeitgeber noch eine mitgeben möchten. Kommen Sie diesen negativen Bewertungen zuvor und gehen Sie ganz offensiv mit diesen Bewertungen um – mit offenem Visier. Sofern Sie noch keine Bewertung bei Kununu haben, bitten Sie Ihre derzeitigen Mitarbeiter Sie zu bewerten und belohnen Sie sie dafür. Sie werden sehen, plötzlich ist Ihr Kununu-Profil (hoffentlich) vorzeigbar und Sie können sogar damit werben.

8. Ihre Wertekultur

Zu guter Letzt ist eines ganz entscheidend: was ist Ihnen als Arbeitgeber neben dem Erfolg wirklich wichtig?
Kommt das rüber?

Sind Sie ein umweltbewusstes Unternehmen? Beteiligen Sie sich an der Energiewende? Engagieren Sie sich besonders viel im sozialen Bereich? Wie gehen Sie mit Ihren Mitarbeitern um?
Achten Sie auf Gesundheitsmanagement? Gehen Sie achtsam mit sich selbst um?
Sind Sie bescheiden und bodenständig oder eher die Überflieger?

Entscheidend ist hier oft der Kopf/das Gesicht des Unternehmens, was dieses Bild für das Unternehmen zeichnet. Denn auch hier gilt: will ich für diesen “Kopf” arbeiten oder nicht?

Sie sehen, es ist ein sehr vielschichtiges Konstrukt, wie ein Bewerber sich entscheidet, aus seiner Komfortzone auszubrechen und bei Ihnen aufzuschlagen.

Geschäftsführer Carl-Georg-Gruner

Haben Sie noch Fragen?

Ich beantworte Sie gerne.

Lassen Sie uns gemeinsam über Ihr Anliegen sprechen.

+49 (0)7221 – 9447050

cg@dreimaleins.com

Ich freue mich auf Sie.

Ihr Carl-Georg Gruner