Wir geben zu: Marketing wird immer komplexer und spätestens durch die ganzen Online-Kanäle wie Facebook, Instagram, Google und Co. immer wichtiger. Kunden informieren sich online und Unternehmen sollten dort präsent sein und sich attraktiv darstellen.
Aber was ist wirklich wichtig? Wo und wie sollte man als Unternehmen präsent sein?
Und was sollte ich als Budget für diese Kanäle einplanen?
Genau bei diesen Fragen unterstützen wir als Agentur und setzen die notwendigen Maßnahmen um.
Aber bevor du dir ein Budget für dein Marketing definieren kannst, solltest du die Grundlagen kennen.
Was gehört alles zu Marketing?
Anders, wie viele noch immer glauben, ist Marketing weitaus mehr wie Printsachen, die Webseite oder die Social-Media-Kanäle. Marketing ist eine Investition – eine Strategie, die sich über das gesamte Unternehmen streckt und die Bereiche Vertrieb und Personal (HR) unterstützen sollte.
Die Zusammenarbeit dieser Abteilungen sollte somit selbstverständlich sein. Absprachen sind notwendig und die verzahnte Verwendung des Budgets zwingend erforderlich.
Das Marketing-Budget sollte über 5 Themengebiete verteilt werden:
- Neukunden-Akquise / Vertrieb
- Bestandskundenpflege / Kundenbindung
- Recruiting / Mitarbeitersuche
- Team-Building / Employer Banding
- Image / Reputation
Je nachdem, was gerade Priorität hat, sollte man die Verteilung wählen. Das ist jedoch von Unternehmen zu Unternehmen immer individuell zu sehen.
Sobald man sich ein Budget zurechtgelegt hat und dieses in den Jahresplan verankert, lässt sich viel leichter mit Marketing-Maßnahmen und diesen vermeintlichen „Kosten“ umgehen.
Stelle dir zuerst ein paar Fragen
Die Notwendigkeit und die Höhe des zu definierenden Marketingbudgets richtet sich vor allem nach folgenden Fragen:
- Welche Ziele sind derzeit im Fokus?
- Vertrieb? Recruiting? Bestandskundenpflege? Employer Branding? Oder alles?
- Wie viele Bestandskunden hast du (Prozentual)?
- Welchen Gesamtumsatz machst du derzeit?
- Wie viel Umsatz machen deine (Wunsch-) Kunden durchschnittlich?
Denn hieraus kann man relativ exakt berechnen, was das Performance-Budget sein müsste, um akute und notwendige Ziele erreichen zu müssen.
Viele Unternehmen spielen immer nur Feuerwehr
Erschreckend, aber wahr: Viele Unternehmen haben kein festes Marketingbudget und oftmals auch keinen Plan, für was sie wie viel ausgeben – und ob das überhaupt effektiv eingesetztes Kapital ist.
Wenn es gerade nötig ist, dann macht man was, wenn nicht, lässt man es.
Der Umsatz geht zurück, also mache ich Werbung, die meist teuer ist und überhaupt nichts bringt, weil die Grundlage (gute Website, Sales Funnel) fehlt.
Sucht man gerade eine Fachkraft, schalte ich eine Anzeige und warte was passiert. Man setzt alle Hebel in Bewegung, dass diese Vakanz schnell wieder verschwindet.
Man setzt das Budget eher punktuell ein, statt permanent die Präsenz aufzubauen und das Image des Unternehmens langfristig aufzubauen.
Es sollte immer Sinn machen
Sich frühzeitig Gedanken zu machen, sich Ziele zu setzen und die Maßnahmen am Ende zu analysieren, macht unter mehreren Gesichtspunkten Sinn.
Ohne Zielvorgabe und Analyse der Maßnahmen sollte man grundsätzlich kein Marketing machen.
- Wen will ich erreichen?
- Was kostet mich die Maßnahme?
- Was ist der mögliche ROI (Return on Invest)?
Verliere auf keinen Fall deinen Fokus. Es muss messbar sein und am Ende sollte etwas Zählbares dabei rauskommen. Der vertriebliche Aspekt sollte bei all deinen Tätigkeiten im Vordergrund stehen.
Egal, ob Sie eine Broschüre gestalten, eine Hausmesse veranstalten, an einer Messe teilnehmen. Betrachte deine Aktivitäten immer mit dieser Brille.
Mach dir einen Plan – so wird vieles einfacher
Marketing unterstützt Branding, Vertrieb und Recruiting.
Nutze das Marketingbudget insbesondere dafür, Bestandskunden zu binden und deine Marke stetig aufzubauen. Denn Neukundenakquise ist immer aufwändiger und teurer, als Bestandskunden langfristig zu Top-Kunden zu entwickeln.
Du solltest dein vorhandenes Budget daher zielgerichtet und effektiv auf mehrere Kanäle crossmedial verteilen – Online, Offline, Innerbetrieblich (auf die Arbeitgebermarke), Events, Messen, Sponsoring, etc.
Kommunikation ist das A und O. Durch Social Media und Newsletter (auch B2B) kannst du selbst zum Sender werden und deine Themen bei den richtigen Personen platzieren.
Bleib dran und verfolge deine Strategie fokussiert und permanent.
Wie berechne ich das Marketingbudget?
Die ungefähre Höhe eines möglichen Marketingbudgets ist immer individuell zu betrachten – und richtet sich im Normalfall nach dem Jahresumsatz und dem Bestandskundenumsatz. Denn davon ist abhängig wieviel Aufwand du in die Gewinnung von Neukunden stecken musst (Performance).
Deutsche Unternehmen geben im Schnitt 6 % Ihres jährlichen Umsatzes für Marketingmaßnahmen aus.
Das variiert natürlich von Branche zu Branche – und 6 % können durchaus auch viel zu viel sein und ist insbesondere natürlich abhängig von deren Margen sowie der Größe des Unternehmens.
In den USA ist dieser Mittelwert nochmal um einiges höher (9 %) – diese haben aber auch einen breiteren Markt zu bedienen.
Eine Empfehlung von ChatGPT besagt übrigens 5 bis 10 % des Umsatzes – spiegelt also genau das wider.
Kleinere Unternehmen sollten generell etwas mehr in Marketing investieren, um gegenüber ihrem etwas größeren Wettbewerb aufzufallen – und bestenfalls zu wachsen.
Insbesondere Start-ups sollten in den ersten 5 Jahren den gesamten Gewinn reinvestieren, um Ihr Produkt oder das Unternehmen am Markt zu platzieren. Orientiere dich in etwa an 10 – 15 % deines Umsatzes.
Ein Umdenken ist erforderlich
Unternehmen wie Apple, Red Bull oder Nike setzen auf Branding. Kern Ihres Marketings ist die Vermittlung von Werten und Emotionen. Sie haben sich langfristig ein Image aufgebaut, was im Nachhinein viele Fans hervorgebracht hat.
Die Marke ist bekannt und der Preis für die Produkte wird fast zur Nebensache.
Sofern gut kommuniziert wird, welchen Wert die Dienstleistung oder das Produkt hat, kannst du deine Produkte ganz anders kalkulieren.
Und so bezahlt man als Kunde bei jeder einzelnen RedBull-Dose oder jedem Nike-Schuh auch das Marketing dafür mit. Im Preis des Produkts ist somit auch das Marketingbudget einkalkuliert – je besser die Marge des Produkts, desto höher kann natürlich dann auch der Anteil für Marketing sein.
Aber so sollte es eigentlich jedes andere Unternehmen auch machen – auch Dienstleistungsunternehmen in deren Stundensätzen. Einfach 5 % mehr einkalkulieren und schon hat man das Budget für Marketing mit drin.
Klingt einfach? Ist es im Grunde auch.
Wichtig ist zu erkennen, dass Unternehmen sich in Sachen Marketing auch von professionellen externen Agenturen auch helfen lassen dürfen. Diese sind immer am Puls der Zeit und wissen, was gerade am Markt funktioniert und welche Kanäle sinnvoll sind, zu bespielen.
Unsere Empfehlung:
Unternehmen sollten das Marketingbudget nicht als Kostenblock ansehen, sondern als eine effektive Investition in die Zukunft.
Genauso wichtig wie z.B. Investitionen in ein Produkt oder in Werkzeuge und Maschinen – und damit in die weiterhin positive Entwicklung Ihres Unternehmens.
Wir raten deshalb:
Es sollten mindestens 1 – 3 % des jährlichen Umsatzes für Marketingmaßnahmen investiert werden. Am Anfang etwas mehr, um die Basis gut aufzustellen und um danach darauf aufbauen zu können.
Diese Tabelle ist eine erste Empfehlung unserer Agentur, was ein langfristiges Marketingbudget (jährlich) angeht, nachdem die Basis des Außenauftritts auf solide und moderne Füße gestellt wurde.
| IhrJahresumsatz | Empfohlenes Marketing Budget |
| bis 250.000,- | 10 – 15.000,- (> 6 %) |
| 500.000,- | 20 – 25.000,- (4 – 5 %) |
| 1 Mio. | 30 – 40.000,- (3 – 4 %) |
| 3 Mio. | 90 – 100.000,- (ca. 3 %) |
| 5 Mio. | 120 – 150.000,- (2 – 3 %) |
| 10 Mio. | 200.000,- (2 %) |
| 20 Mio. | 300 – 400.000,- (1 – 2 %) |
| 50 Mio. | 500.000,- (1 %) |
Wie sich der Gesamtbetrag berechnet, muss man jedoch immer im Detail anschauen.
Am Ende ist entscheidend, wie umkämpft dein Markt und wie die Ausgangssituation des Unternehmens ist.
Wir unterstützen dich gerne bei der Berechnung und Definition deines Marketing-Budgets. Eine solche strategische Beratung kann gefördert werden.
Wenn du dazu Fragen hast, melde dich gerne bei uns.
Wir wünschen dir viel Erfolg!
Unser kostenfreies Webinar soll dir weitere Impulse geben.
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